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Diät vom Konsum

GesundheitPosted by Checinski Mon, December 02, 2013 08:14:42
Konsum - Diät

Technisch und anders gesehen

Tech Diät, das ist eine (nicht ganz) neue Idee. Einfach einmal für 24 h alle technischen Geräte abschalten. Den Computer, das Iphone, Ipad, auch banales Handy. Auch keine Kommunikation mehr mit what`s app mal zwischendurch.

Das kann einen richtigen Einschnitt bedeuten. Ein Einschnitt in den ganz normalen Konsum, den technischen Konsum. Es gibt sie bereits, die Menschen, die das umsetzen. Und, ..sie überleben es. Nein, sie fühlen sich sogar noch wohl dabei. 24 Stunden lang: Ruhe. Ist das nicht herrlich? Vor allem, sie werden sich ihrer selbst wieder bewusster. Sie nehmen die Umwelt wahr. Sie nehmen andere Möglichkeiten der Kommunikation wahr oder einfach die Möglichkeit, Ruhe zu genießen. Es gibt so viel anderes was unseren Kommunikationstrieb befriedigen kann. Es können neue alte Triebe zum Vorschein kommen, die genauso interessant sind aber nicht so abhängig machen (können).

Hier kommt das alte Sprichwort zum Zuge: „Not macht erfinderisch“.

Gut, ob das Wort „Not“ hier wirklich die Lage zeichnet, mag hinterfragt bleiben. Auch das Wort „erfinderisch“ könnte wohl eher durch Wiederentdeckung ersetzt werden. Aber es bezeichnet das, was ausgelöst wird, bei einem Verzicht auf Technik, auf jegliche Kommunikationstechnik. Es löst den Erfindungsgeist und somit Kreativität aus. Das kann die Hinwendung zu etwas Neuem sein, das kann aber auch die Rückbesinnung auf Altbewährtes sein. Aber ohne Ausschalten eines sich ständig wiederholenden Zustands wird selten eine Besinnung, egal in welche Richtung, ausgelöst. Und das ist der Trick. Das ist der Trick bei allen Diäten.

Diät per se bedeutet nichts anderes, als sein bisheriges Konsumverhalten, vor allem im Bereich Ernährung zu verändern. Hin zum Gesunden. Letztlich ist eine „Technik“Diät gleich zu setzen mit einer Ernährungsdiät. Ich denke, beides täte uns dauerhaft gut. Verändern, was wir zu uns nehmen, egal in welcher Form.

Tiefer greifend ist natürlich eine Ernährungsdiät. Wir verändern am eigenen Körper und spüren sofort. Und wer ist denn wirklich schon so rundum zufrieden mit seinem Körper? Liebe Frauen, hier sind Sie vorrangig gefragt. Das gesellschaftlich anerkannte Schönheitsideal beinhaltet nun mal keine Speckröllchen oder andere menschliche Rundungen, zumindest nicht in realistischer Form. Tagtäglich umspült uns die Werbung mit Models, die perfekter nicht sein können. Perfekt, im Sinne von gesellschaftlich vorgegeben Maßen. Perfekt in Körperform, perfekt in Schönheit und Erscheinung. Gerade so wie wir. Schön wärs. Wirklich? Na, ja und nein.

Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Und erst einmal betrachte ich mich im Spiegel selbst. Angeborene Unebenheiten oder Ungleichheiten können wir nicht weg diäten. Wohl aber, in den meisten Fällen, schön kaschieren, oder zumindest nicht speziell zur Schau tragen. Aber das ist ein anderes Thema, das gehört dann in die Rubrik „Kleider machen Leute, schlanker und oft auch schön.“

Wir sind bei den Körperformen, die sich direkt an den Knochen und anderswo anschließen. Sind wir doch mal ehrlich. Von nix, kommt nix. Das war so und wird so bleiben. Wer sich mit dem Thema Diät befasst, und das hat sicher jede Frau schon in ihrem Leben mehr als einmal getan, weiß auch, dass es unzählige Literatur dazu gibt. Nur welcher Rat ist der Beste? Der Beste für Sie?

Ich habe selbst einiges ausprobiert. Muß aber dazu sagen, dass ich nie mehr als 2 oder 3 Kilo weg haben wollte und musste. Es sind nicht nur die erkennbar Übergewichtigen, die mit sich und ihrem Körpermassen unzufrieden sind. Bei Normalgewichtigen machen eben 2 oder 3 Kilo zuviel schon einiges aus.

Ein Versuch war :

Fasten – eine kurze Erfahrung

Also, komplettes Fasten habe ich 5 Tage lang durchgehalten. Es war mehr ein ausprobieren, wie so etwas funktioniert und wie es körperlich und seelisch wirkt. Ich nahm am ersten Tag Glaubersalz, damit der Darm erst einmal frei gespült wurde. Das ist ein spezielles Salz und in jeder Apotheke erhältlich. Es lässt alles was sich im Darm befindet „durchfallen“ und man nutzt schon eine ganze Weile die Toilette danach. Allerdings ist das auch mit Bauchkrämpfen verbunden, zumindest war es bei mir so. Ich aß also in Folge NICHTS und trank Tee, Wasser und wenig Kaffee. Die ersten beiden Tage waren grauslich. Nicht nur dass ich meinen eigenen schlechten Mundgeruch und auch Körpergeruch wahrnahm, ich hatte auch Kopfschmerzen. Trotzdem lief das Kochen für die Familie einwandfrei, auch für mich. Schließlich hatte ich ja den festen Willen, etwas Neues und Besonderes für mich auszuprobieren. Und schließlich sollte dieses Fasten ja nicht Wochen dauern.

Bereits am dritten Tag merkte ich eine große Besserung der negativen Symptome bislang. Das Kopfweh verschwand und ich bekam das Gefühl von großer Freiheit. Die Freiheit vom Essen. Ein sehr interessantes Gefühl, das mich nachdenklich machte. Es machte mir bewusst, wie sehr sich unser Leben ums Essen dreht, wie sehr wir egal wann und wie abhängig sind, Nahrung aufzunehmen. Diese Freiheit vom Essen war ein berauschendes Gefühl.

Das allerdings war bald verflogen, denn ich schwächelte, mein Kreislauf schwächelte. Und meine Familie machte Druck. Sie wollten die arme Mutter nicht verhungern sehen. So begann ich am fünften Tag mit Säften und schon am nächsten Tag aß ich ein wenig vom Tisch mit. Langes Fastenbrechen war nicht und hat mich auch nicht getötet. Das Fasten auch nicht. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr, wie viel genau ich in dieser Zeit abnahm, aber das war wie gesagt nicht relevant. Zumindest war ich danach nicht im Jojo-Effekt hängen geblieben, ich wog auch später nicht mehr wie zuvor.

Auf alle Fälle eine interessante Erfahrung. Ganz besonders wurde mir wie bereits erwähnt bewußt, wie sehr sich unser Leben den ganzen lieben langen Tag ein und aus ums Essen dreht, um das Konsumieren.
Viel anders verhält es sich nämlich auch nicht mit dem Konsumieren von Informationen, egal ob über TV, Radio, Buch, Internet (Sie lesen ja gerade meinen Bericht :-)) oder Zeitung oder Neuigkeiten aus der Nachbarschaft.

Probieren Sie da mal, einen Tag nichts von alle dem auf sich wirken zu lassen. Kann Hungergefühle auslösen,....danach - wenns gut läuft - eine neue, innere Welt eröffnen.
smiley





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